Dr. Cesare Zucconi

Religionen und Frieden in einer Zeit des Krieges 

Nachmittagsvorlesung des Forschungszentrums für Religion und Bildung (FZRB)
Dr. Cesare Zucconi
Foto: Sant'Egidio
Veranstaltungseckdaten
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Beginn
Ende
Veranstaltungsart
Nachmittagsvorlesung
Videochat
Zoom – Videochat
Weitere Informationen finden Sie in der Veranstaltungsbeschreibung Datenschutzhinweisepdf, 172 kb
Referent/in
Dr. Cesare Zucconi (Generalsekretär von Sant'Egidio, Rom)
Veranstalter
Forschungszentrum für Religion und Bildung (FZRB)
Barrierefreier Zugang
ja
Öffentlich
ja
Anmeldung erforderlich
ja

Einladung zu unserer Nachmittagsvorlesung zum Thema "Religionen und Frieden in einer Zeit des Krieges"

Bitte melden Sie sich unter der E-Mail-Adresse zrb@uni-jena.de an. Nach der Anmeldung bekommen Sie eine Anmeldebestätigung und die Zugangsdaten.

Über das komplexe Zusammenspiel zwischen Religion und Frieden in unserer von Konflikten geprägten Zeit wird Dr. Cesare Zucconi im Rahmen der Nachmittagsvorlesung sprechen. Der Politikwissenschaftler und Germanist forscht an der Universität La Sapinza in Rom sowie der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu alternativen Strategien der Konfliktlösung. Diesem Thema widmet er nicht nur seine wissenschaftliche Expertise, sondern ebenfalls sein zivilgesellschaftliches Engagement.

Seit 2008 ist er Generalsekretär der katholischen Laiengemeinschaft Sant’Egidio, die inzwischen in über 70 Ländern aktiv und international anerkannter Partner in der Friedensarbeit ist. Nach ihrer erfolgreichen Vermittlung zwischen den Bürgerkriegsparteien in Mozambique 1992 wurde die Gemeinschaft für einen Friedensnobelpreis nominiert. Einen Grundpfeiler der Tätigkeiten Sant’Egidios stellt der interreligiöse Dialog dar: Ohne ihn, so die Annahme, sei keine erfolgreiche Friedenspolitik möglich.

Genau dieses friedensstiftende Potenzial von Religion wird Dr. Zucconi in seinem Vortrag untersuchen. Auf Grundlage seiner wissenschaftlichen Expertise und seiner umfangreichen praktischen Erfahrung wird er die Herausforderungen und Chancen aufzeigen, die an den Schnittpunkten von Religion, Krieg und Konflikt entstehen, und die vielschichtige Rolle von Religion für die Förderung des Dialogs zwischen verschiedenen Gemeinschaften beleuchten.

Insbesondere Pädagog:innen, die mit einer (multi-)religiösen Zielgruppe arbeiten, mag Dr. Zucconis Vortrag Inspiration für die Behandlung aktueller kriegerischer Auseinandersetzungen sowie den Umgang mit zwischenmenschlichen Konflikten in Klassenzimmer und KiTa bieten. Denn viele Prinzipien der Mediation, die in internationalen Konflikten erfolgreich sind, lassen sich auf die Mikro-Ebene übertragen. Nicht zuletzt laden wir ebenfalls dazu ein, über den Glauben von Kindern und Jugendlichen als Ressource nachzudenken, die in Zeiten von Krieg und gesellschaftlichen Spannungen nicht nur Hoffnung spenden, sondern ebenfalls neue Perspektiven auf Möglichkeiten der Konfliktlösung eröffnen kann.